Prädikantin

       "Sehnsucht nach dem Paradies"

Ich sehne mich so nach mir selbst,
nach diesem inn'ren Teil von mir,
der unbeschädigt in mir ruht
und heil den Stress des Lebens überdauert hat..

Ich sehne mich nach meinem tiefsten Selbst,
das in mir ruht, doch nie zu Worte kommt,
weil es nicht sprechen kann,
nur SEIN und WIRKEN
weil es nicht denken kann,
nur SEIN und WIRKEN
weil es nicht fühlen kann
nur SEIN und WIRKEN

Ich sehne mich nach meinem tiefsten Selbst,
der Quelle, die nur in mir fließt,
wenn ich mich innigst nach ihr sehne
und Abschied nehme
von Worten, Denken und Gefühlen,
wenn ich mich öffne in der Stille,
und achtsam spüre, horche, lausche,
auf jenes fast vergessne Rauschen
der Quelle meines wahren Lebens

Es ist so schwer,
den Weg ins Leere zu beschreiten
und nur die Sehnsucht nach dem Selbst in mir,
die Sehnsucht nach mir selbst,
kann mich begleiten.
Es ist ein Weg durch Lebenszeiten,
der oftmals in die Irre geht,
verleitet durch die vielen Illusionen,
die unser Denken, Fühlen täuschen,
wie Seifenblasen schillern bis sie platzen
und mich im Dunkel stehen lassen.

 

 

Wenn ich dann die Enttäuschung fühle,
und meinen Schmerz in Dunkeln spüre,
dann fühl' ich wieder jenes Sehnen,
die Sehnsucht nach dem Selbst in mir.
Ich werde still, fang an zu lauschen,
auf jenes fast vergessne Rauschen
der Quelle meines wahren Lebens.

Und mitten drin im Lauschen, Spüren,
da gehn' sie plötzlich auf die Türen
zu meinem Inn'ren Paradies.
Ich sitze sprachlos auf dem Kissen
vergessen ist mein ganzes Wissen,
und nur die Fülle meines Seins
pulsiert in mir. Ich fühl mich eins
mit dem der mich geschaffen hat.
Und wie im Traum erheb' ich mich
und wandle durch den Garten,
und überall entdeck' ich Dich,
ich muss nicht lange warten.
Kaum bin ich da, bereit für Dich,
ganz leer, doch voll von Sehnen
und schon ergießt Du Dich in mich,
füllst mich mit allem Schönen,
für das es keine Worte gibt
nur SEIN und WIRKEN

Dann bin ich endlich angekommen
in meinem Paradies,
in dem der Baum des Lebens
blüht und rauscht
als hieß' er mich willkommen.

Und staunend steh' ich da und spüre,
dass ich hier nicht alleine bin,
nicht mehr getrennt von Gott,
nicht mehr in Ich und Du gespalten.
Hier in dem Garten der Glückseligkeit
gibt es kein Mein und Dein,
kein Gott und Mensch
nur SEIN und WIRKEN