Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihrs denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde. Jesaja 43,19 (Monatsspruch Dezember 2004)
Liebe Leserin, lieber Leser,
Siehe, ich will ein Neues schaffen und das ausgerechnet in der Advents- und Weihnachtszeit! Heißt es da nicht alle Jahre wieder
auch wenn man noch so schlechte Erfahrungen vom vorigen Jahr hat? Auch in diesem Jahr überschlagen sich wieder die Ereignisse: Einkaufen und das sogar am Adventssonntag - von Süßigkeiten und Adventsschmuck, Geschenke überlegen und besorgen, Aufräumen, Waschen, Putzen, hektisches Unterwegssein zu diversen Festen und Feiern
Ja, in diesem Jahr gibt es etwas Neues die Kampagne der Evangelischen Kirche: Alles hat seine Zeit! Advent ist im Dezember. Aber, ehrlich gesagt, haben wir das nicht längst schon gewusst, dass es Wahnsinn ist, schon im September Weihnachtsmänner und Weihnachtsgebäck zu kaufen und im November die großen Weihnachtsbäume in die Innenstädte zu stellen? Und, ehrlich gesagt, haben wir nicht schon längst gespürt, dass all der Rummel, all das Getue um das Fest der Liebe, all das Vorspielen einer heilen Welt in Familie und Politik für ein paar Tage oft zu noch mehr Chaos, noch mehr Streit und Enttäuschung führt? Wir wissen es alle: Weihnachten ist etwas ganz anderes als Konsum, Hektik, Besorgungen und Putzanfällen. Und dennoch, Hand aufs Herz, machen wir nicht irgendwie doch wieder jedes Jahr mit? Es ist nämlich viel leichter, auf andere zu schimpfen, - wie z.B. auf die Geschäftsleute, die gefälligst erst im Dezember die Weihnachtswaren in die Schaufenster stellen sollen oder die Vereine und Gruppen, die ihre vorweihnachtlichen Feiern bitte schön auch zu einer anderen Zeit machen könnten usw. als wirklich selbst bei sich etwas zu ändern. Wer zwingt uns denn, schon vor dem 1.Advent weihnachtliches Brauchtum zu pflegen, wer hindert uns daran, die adventliche Feier der eigenen Gruppe, des eigenen Vereins auch einmal ausfallen zu lassen, was steht dem im Wege, Advent als das zu entdecken, was die Zeit eigentlich ist: Buß-Zeit, stille Zeit, Zeit der Einkehr und des Wartens auf die Ankunft Gottes in unsere laute Welt??
Advent anders feiern immer mehr Menschen besorgen sich den alternativen Adventskalender Der Andere Advent und halten ihre stille Zeit am Tag ein, sie besuchen morgens früh um 6.00 Uhr die Frühandacht wie z.B. in St Nikolai in meiner Heimtastadt Kiel -, in der noch Stille und Besinnung zu spüren sind und vieles mehr. Möglichkeiten gibt es genug. Tun wir es einfach mal: ändern wir etwas bei uns selbst. Sagen wir NEIN zu allem, was uns einen besinnlichen Advent unmöglich macht. Das ist dann das Neue, was uns der Monatsspruch Dezember sagen möchte. Ich wünsche uns in diesem Sinne eine gesegnete Adventszeit!
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